EU Mehrwertsteuerreform (ViDA): mein Interview in den OnlinehändlerNews

Über Umsatzsteuer und E-Commerce spreche ich immer und jederzeit gerne. Das ist seit über zehn Jahren mein Herzensthema und dafür brenne ich.
Dr. Roger Gothmann
Dr. Roger Gothmann
  • 2min. Lesezeit
EU Mehrwertsteuerreform (ViDA): mein Interview in den OnlinehändlerNews

Die nächste große Mehrwertsteuerreform im E-Commerce steht an. Das ist für mich wie Weihnachten, Ostern und der Release eines neuen Albums der Red Hot Chili Peppers an einem Tag ❤️ Daher war das Interview mit den OnlinehändlerNews schon ein großes Stück Vorfreude.

Natürlich finde ich nicht alles klasse. Das bringe ich auch zur Sprache. Ihr könnt das gesamte Interview hier lesen.

Wichtig für euch als Onlinehändler und Steuerberater mit Fokus E-Commerce ist, dass die Reform zwar bereits zum 1.1.2027 beginnen wird und dann bis 2032 abgeschlossen sein soll. Für euch wird die wichtigste Phase aber die ab dem 1.7.2028 sein. Spätestens dann müsst ihr eure Prozesse – und vor allem eure steuerliche Datenstruktur/-strategie an die Anforderungen der Reform angepasst haben.

Mehrwertsteuerreform 2028: schon jetzt die Weichen stellen

Mir sind drei Dinge wichtig, die ich hier hervorheben will und für die wir in den Unternehmen, den Steuerkanzleien und den TaxTech-Anbietern (hört, hört!) schon jetzt die Weichen stellen müssen.

  • Die steuerliche Deutungshoheit über die eigenen Daten – jede einzelne Transaktion – wird ab Mitte 2028, wenn die Reform beginnt, nochmals wichtiger. Aktuell arbeiten viele Händler und Steuerberater mit stark verdichteten Daten.
  • Ab Mitte 2028 wird es voraussichtlich 4 One-Stop-Shops (4 OSSis: ich darf das sagen) geben. Also mindestens vier Besondere Besteuerungsverfahren: für jede im E-Commerce relevante steuerliche cross-border Transaktionsart einen OSS. Daher ist der erste Punkt so wichtig und entscheidend.
  • Der angedachte (von 2030 bis 2032) Austausch sämtlicher Transaktionsdaten zwischen Unternehmen, Marktplätzen und der Finanzverwaltung in quasi-Echtzeit wäre ein Traum – ist aber realistisch betrachtet das mit weitem Abstand größte Tech-Projekt für die Finanzverwaltung ever: hohe Komplexität und gewaltige Datenmassen. Ich drücke uns dazu die Daumen, weil es ein Quantensprung wäre, aber ….

Ich freue mich auf eure Gedanken, euer Feedback und auch auf eure Kritik hier in den Kommentaren oder auf LinkedIn.

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